COMP


Cartilage Oligomeric Matrix Protein, Gradmesser für die Knorpelzerstörung

COMP-Konzentrationen sind bei Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis oder einer Osteoarthrose in Synovia und Serum erhöht.

COMP ist ein spezifischer Marker für den Prozess des Knorpelabbaus. Eine Reihe von klinischen Studien lieferten Nachweise dafür, dass erhöhte COMP-Konzentrationen spezifisch für die Rheumatoiden Arthritis und Osteoarthrose sind und dass Serumkonzentrationen nicht in Zusammenhang mit unspezifischen entzündlichen Prozessen in einem arthritischen Gelenk stehen.

Erhöhte Konzentrationen von sCOMP können bei Patienten mit RA und mit Psoriasis Arthritis nachgewiesen werden, nicht aber bei Patienten mit einer weniger knorpelzerstörenden Form der Arthritis wie reaktive Arthritis, Raynaud-Syndrom, Sklerodermie, systemischer Lupus erythematodes, leukozytoklastische Vaskulitis oder Sjögren-Syndrom.

Der COMP Nachweis beschreibt die Wirksamkeit einer antirheumatischen Therapie. Bei RA-Patienten, die mit den TNF-a Blockern (Tumor-Nekrose-Faktor :Infliximab/ REMICADE®, Etanercep/ENBREL® oder Adalimumab/HUMIRA®), behandelt werden, ändern sich die COMP Titer. Die COMP-Verminderung im Serum war bei einem Follow-up nach 3 Monaten sichtbar und die Konzentrationen blieben nach 6 Monaten im Vergleich zu den Ausgangswerten niedrig. 

COMP ist ein prognostischer Faktor bei früher Rheumatoider Arthritis. Erhöhte COMP-Ausgangskonzentrationen im Serum zeigten eine signifikante Korrelation mit der Veränderung des Larsen-Score innerhalb von 5 Jahren. Zudem wird Serum-COMP als ein prognostischer Faktor bei früher RA beschrieben. Erhöhte Serum-COMP-Konzentrationen waren ein Prädiktor für die ungünstige Prognose einer rapiden Gelenkdestruktion.

Veränderungen der Serum-COMP-Konzentration sind prognostisch für den Krankheitsverlauf bei Knie-Osteoarthrose. Serum-COMP stieg während des ersten Jahres bei Patienten mit fortschreitender Erkrankung stärker an als bei Patienten mit nicht-fortschreitender Krankheit.